Boerschmann, Ernst

Ernst Boerschmann (* 18. Februar 1873 in Prökuls im Memelland, heute Litauen; † 30. April 1949 in Bad Pyrmont; vollständiger Name: Ernst Johann Robert Boerschmann) war ein deutscher Architekt, Baubeamter und Sinologe. Von 1902 bis 1904 war er als Bauinspektor zur Ostasiatischen Besatzungsbrigade nach China abkommandiert worden. Hier erwachte sein Interesse für die bis dahin wenig beachtete, klassische Chinesische Architektur. Zum Militärbaumeister wurde er 1905 ernannt. Ab 1906 wurde Ernst Boerschmann als bautechnischer Sachverständiger an die deutsche Gesandtschaft nach Peking beordert. Im September des gleichen Jahres begann er, mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Reiches, eine erste Expedition, auf der er mit dem offiziellen Status eines wissenschaftlichen Beraters der deutschen Gesandtschaft vierzehn der achtzehn altchinesischen Provinzen bereiste. Auf dieser Reise nahm er zahlreiche Pagoden und Tempel fotografisch und zeichnerisch auf. Sie bildeten das Material für seine späteren Veröffentlichungen. Von 1933 bis 1937 weilte Ernst Boerschmann zum dritten Mal in China. Auch von dieser Reise brachte er zahlreiche Unterlagen – Fotos, Bauzeichnungen sowie Kopien von Steinreliefs und Inschriften – mit. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Boerschmann)
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